06.07.2021 w Jena, Niemcy

Das Mutterrecht in Drohobytsch. Die matriarchalische Urgeschichte in den Zimtläden von Bruno Schulz

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Vortrag von Dr. habil. Marcin Całbecki (Gdańsk), 6. Juli 2021, 18 Uhr über Zoom

Das schriftliche Werk von Bruno Schulz gehört zu den Sternstunden der polnischen modernen Literatur. Die Voraussetzung des Modernismus als einer permanenten Entwicklung bringt in dieser Prosa nicht nur die neusten ästhetischen Entdeckungen im Geiste der Avantgarde zum Vorschein, sondern enthüllt in diesem Prozess paradoxerweise auch das Rudimentäre. Der Vortrag „Das Mutterrecht in Drohobytsch. Die matriarchalische Urgeschichte in den Zimtläden von Bruno Schulz" versucht diese Dialektik zu rekonstruieren.

Das Rudimentäre in diesem Werk bezieht sich vor allem auf die Beschreibung der menschlichen Gemeinschaftlichkeit. Die These von Bruno Schulz scheint eine Wiederholung des Konzeptes von Johann Jakob Bachofen zu sein. Zu Beginn der Menschheit, in der Urgeschichte herrschte das Mutterrecht – sowohl in der Kleingeschichte der Familie aus Drohobytsch in der Prosa von Bruno Schulz als auch in der allgemeinen Dimension der menschlichen Geschichte, wie es Bachofen darstellt. Letztendlich unterstreichen beide Autoren die These, dass die menschliche Gemeinschaft immer von dem einem oder dem anderen Geschlecht determiniert und dominiert wird.

Anmeldung: johann.wiede (at) uni-jena (dot) de

Veranstaltet vom Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien Jena in Kooperation mit dem Institut für Slawistik und Kaukasusstudien der Friedrich-Schiller-Universität Jena

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Johann Wiede