Artykuł w pracy zbiorowej

Stephan Scholz (2020)

Beelendende Berichte? Eine Mediengeschichte von ‚Flucht und Vertreibung‘ 1945-2015, in: Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik

Wydawca Matthias Frese, Julia Paulus
Wydawnictwo Ferdinand Schöningh / Brill
Miejsce wydania Paderborn
Język Niemiecki

ISBN: 978-3-506-70517-4

Die Zwangsmigration der Deutschen aus dem Osten am Ende und in der Folge des Zweiten Weltkriegs ist seit über 70 Jahren kontinuierlich ein Thema der Medien, aber mediengeschichtlich ebenfalls erst in Ansätzen untersucht. Der Aufsatz gibt einen ersten Überblick über die Rolle der Medien – insbesondere Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen – bei der öffentlichen Meinungsbildung zum Thema ‚Flucht und Vertreibung' in Deutschland seit 1945. Unter Berücksichtigung der politischen Systemwechsel von 1945 und 1990 und der Existenz zweier deutscher Teilstaaten in der Zeit dazwischen lässt sich die Mediengeschichte der deutschen Zwangsmigration dabei in vier Phasen gliedern:

1. 1944/45: die Phase der nationalsozialistischen Berichterstattung noch vor dem Kriegsende

2. 1945-1965: die Phase der Formierung und Konsolidierung des medialen Umgangs nach dem Krieg im Dienst von Integration und Erinnerungspolitik

3. 1965-1990: die Phase der Aufbrüche, Pluralisierungen und Zerklüftungen

4. 1990-2015: die Phase vermeintlicher Entpolitisierung und des Erinnerungsbooms nach der Jahrtausendwende

URL: https://www.schoeningh.de/view/title/57535