#zostajemywdomu: Breslau virtuell

Seid gespannt auf Führungen durch die Stadt und ihre Museen, die Teilnahme an einem Guinness Weltrekordversuchs und eine Lesung von Olga Tokarczuk!

Breslau bei Nacht. CC0

Breslau bei Nacht. CC0

Eine Live-Führung durch Breslau empfiehlt sich für alle, die noch nicht in der schönen Stadt an der Oder gewesen sind oder unbekannte Ecken und Winkel entdecken wollen – ganz ohne das eigene Haus zu verlassen! Die Online-Touren werden von visitWroclaw.eu durchgeführt und finden freitags um 17 Uhr sowie samstags und sonntags um 11 Uhr auf Facebook statt. Tour verpasst? Dann schaut sie nachträglich auf visitWroclaw.eu an. Die Website hat außerdem einen Artikel veröffentlicht, der die sehenswerten Orte der Stadt beschreibt. Dieser ist sowohl in deutscher als auch englischer Sprache verfügbar. Und wer das Treiben auf den Straßen Breslaus vermisst, kann sich virtuell durch die Stadt bewegen – nachgebaut von Kolejkowo, der größten Modelleisenbahn Polens.

Das Werk „Suspense (Zawieszenie)” von Jan Lebenstein. Foto: Arkadiusz Podstawka, źródło: https://mnwr.pl/suspense-zawieszenie/

Das Werk „Suspense (Zawieszenie)” von Jan Lebenstein. Foto: Arkadiusz Podstawka, źródło: https://mnwr.pl/suspense-zawieszenie/

Unter dem Hashtag #zoom_na_muzeum zeigen und diskutieren die Mitarbeiter*innen verschiedener Museen in Breslau ihre Sammlungen. Das Muzeum Etnograficzne (Ethnografisches Museum) thematisiert die Kultur, Identität und Erinnerung der Niederschlesier*innen, analysiert Ryszard Grzoneks „Rzeczywisty obraz mojego psa" („Das wahre Bild meines Hundes") und zeigt verschiedene Exponate, die zu Ostern passen. Das Muzeum Narodowe verfügt über eine reiche Sammlung von Werken zu religiösen Themen. Das Panorama Racławicka liefert Hintergrundinformationen zu verschiedenen, auf dem Kunstwerk erkennbaren Personen und der Pawilon Czterech Kopuł (Vier-Kuppel-Pavillon) präsentiert Jan Lebensteins Werk „Suspens (Zawieszenie)", das einige Parallelen zu der aktuellen weltpolitischen Stimmung aufweist. Das gesamte Angebot kann unter #zoom_na_muzeum durchstöbert werden!

Dieser Zwerg des Niederschlesischen Zentrums für Lungenkrankheiten wünscht beste Gesundheit. Foto: Robert Niedźwiedzki, CC BY-SA 4.0

Dieser Zwerg des Niederschlesischen Zentrums für Lungenkrankheiten wünscht beste Gesundheit. Foto: Robert Niedźwiedzki, CC BY-SA 4.0

„Litwo! Ojczyzno moja! Ty jesteś jak zdrowie!" („Litauen! Wie die Gesundheit bist du, mein Vaterland!") – wenn dies der einzige Satz ist, an den ihr euch aus „Pan Tadeusz" von Adam Mickiewicz erinnert, kann ein Besuch im Muzeum Pana Tadeusza we Wrocławiu Abhilfe schaffen. Das Originalmanuskript des berühmten polnischen Nationalepos kann erst nach Wiedereröffnung des Museums eingesehen werden, bis dahin hält das Museum vielseitige Online-Angebot unter dem Motto „Do zobaczenia" („Auf Wiedersehen") bereit. Zusätzlich ist auf SoundCloud und Spotify ein Podcast abrufbar, in dem die Mitarbeiter*innen des Museums über Publikationen der Dauerausstellungen sowie die Geschichte von „Pan Tadeusz" sprechen und interessante Belletristik und Sachbücher empfehlen. Auf der Website sind außerdem Aufnahmen von vergangenen Veranstaltungen zu finden, beispielsweise aus der Reihe „Rozmowy polsko-ukraińskie" („Polnisch-ukrainische Gespräche"), an der unter anderem Olga Tokarczuk, Juri Andruchowytsch, Dorota Masłowska und Serhiy Żadan teilgenommen haben. Darüber hinaus kann den Gedichten von Tadeusz Różewicz gelauscht werden, die von dem polnischen Schauspieler Jerzy Trela gelesen wurden.

Abschließend wollen wir noch auf einige kulturelle Highlights in Form von Facebook-Profilen und Online-Aktionen aus Breslau verweisen: Das Teatr Polski we Wrocławiu veröffentlicht auf seinem Facebook-Profil regelmäßig Fragmente polnischer und ausländischer Literatur, die von Theaters Künstler*innen gelesen werden. Außerdem lohnt ein Blick auf das Profil des Narodowe Forum Muzyki, das neben Aufzeichnungen von Konzerten auch Playlists auf Spotify anbietet. Apropos Musik: Jedes Jahr findet Anfang Mai der Guinness-Guitar-Record auf dem Marktplatz von Breslau statt, bei dem Menschen aus der ganzen Welt gleichzeitig „Hey Joe" von Jimi Hendrix spielen. Darauf wollen die Organisator*innen auch in diesem Jahr nicht verzichten, weshalb der Versuch online stattfinden wird. Wenn ihr eine Gitarre habt und die fünf grundlegenden Akkorde C/G/D/A/E kennt, dann seid am 1. Mai dabei! Und schließlich darf bei den Schlagwörtern Kultur und Breslau die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk nicht fehlen. Die Unia Literacka, der polnische Literaturverband, hat die Aktion „UL z książkami" („Bienenstock mit Büchern") initiiert. In dessen Rahmen lesen verschiedene Autor*innen Auszüge aus Büchern, darunter auch Olga Tokarczuk. Darunter ist auch die Kurzgeschichte „Próba generalna" („Die Generalprobe") der Literaturnobelpreisträgerin zu finden. Zu kurz? Jüngst ist der „Ksiegi Jakubowe" („Die Jakobsbücher") von Olga Tokarczuk als Hörbuch erschienen – gelesen von hervorragenden polnischen Schauspieler*innen und Lektor*innen. Hier könnt ihr sehen, wie die Aufnahmen entstanden sind.

Der Gitarren-Guinness-Weltrekord in Breslau. CC0

Der Gitarren-Guinness-Weltrekord in Breslau. CC0

Nächste Woche reisen wir nach Oberschlesien. Möchten Sie interessante wissenschaftliche und kulturelle Online-Angebote mit Bezug zu Polen teilen? Schreiben Sie uns auf unserem Facebook-Profil oder senden Sie uns eine E-Mail an orgredakcja@pol-int.org.

Zusammengestellt von Luisa Klatte und Aleksandra Polkowska

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