Artykuł

Maciej Gdula (2019)

Die unnachbarschaftlichen Polen. Über eine entzweite Gesellschaft

Czasopismo Polen-Analysen
Numer/tom 234
Ilość stron 2-7

ISSN: 1863-9712

Über politische und gesellschaftliche Gegensätze und die mangelnde politische Kultur in Polen wurde in der letzten Zeit viel geschrieben. Aber was lässt sich über die Brüche in der Gesellschaft sagen? Eine Kategorie stellt dabei die Fähigkeit dar, einander als Gemeinschaft zu vertrauen, sich für gesellschaftliche, soziale, karitative Belange zu engagieren oder starke Interessengruppen zu bilden. Laut Umfragen ist jedoch nur eine verschwindende Minderheit der Polen gesellschaftlich aktiv, gegenüber Nachbarn oder Fremden herrscht überwiegend Gleichgültigkeit, wenn nicht gar deutliches Misstrauen. Die Polen sehnen sich nach gemeinschaftlichen Erlebnissen, die ihre nationale oder religiöse Identität unterstreichen, gleichzeitig bereiten ihnen Formen des täglichen Zusammenlebens in einer nicht homogenen Gruppe Schwierigkeiten. Um »gute Nachbarn« zu sein braucht man, so der Autor, die Fähigkeit, gemeinsam zu handeln und gemeinsame Regeln aufzustellen.


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