Förderung für deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte für Jugendliche 2020

"Wege zur Erinnerung"

„Wege zur Erinnerung"- Förderung für deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte für Jugendliche

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) fördert mit seinem Programm „Wege zur Erinnerung" deutsch-polnische und trilaterale Jugendbegegnungen. Sowohl schulische als auch außerschulische Gedenkstättenprojekte sind förderfähig. Anträge für Projekte im laufenden Jahr können bis zum 29. Februar 2020 gestellt werden.

Projekte zu historischen Themen sind ein wichtiger Bestandteil der Programmarbeit des DPJW, die mit „Wege zur Erinnerung" besser unterstützt werden sollen.

Durch die intensive Beschäftigung mit der Geschichte bekommen junge Menschen die Möglichkeit, eine Verbindung zu Ereignissen und Problemen in der heutigen Welt zu ziehen. In gemeinsamen Workshops reflektieren die Jugendlichen menschliches Verhalten in Vergangenheit und Gegenwart und stärken ihre eigene Haltung gegen die Verletzung von Menschenrechten, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Auf diese Weise soll zur Entwicklung von Zivilcourage und zivilgesellschaftlichen Kompetenzen von Jugendlichen beigetragen werden.

Lernen aus der Geschichte

Das DPJW möchte erreichen, dass noch mehr deutsch-polnische bzw. trilaterale Gruppen im Rahmen ihres Jugendaustausches eine NS-Gedenkstätte besuchen und das pädagogische Angebot der Gedenkstätten oder der Bildungseinrichtungen vor Ort nutzen.

Die geförderten Begegnungen sollen darauf abzielen, den Jugendlichen ein „Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft" zu ermöglichen. Sie verstehen sich daher auch als ein Beitrag zum Kennenlernen des jeweiligen Nachbarn und zur Völkerverständigung.

Bezüge zur Gegenwart herstellen

Wichtig ist, dass die Jugendlichen erfahren, was in der Zeit des Nationalsozialismus an den jeweiligen besuchten Orten geschehen ist. Sie sollen Fragen zu den gesellschaftlichen Kontexten und Ursachen der Verbrechen erörtern.

Durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Gewalt und Vorurteile sollen die jungen Menschen im Verlauf des Projekts Bezüge zu ihrer eigenen Gegenwart herstellen und Handlungsoptionen diskutieren. Angestrebt wird die Entwicklung von Zivilcourage und politischer Mündigkeit der Projektteilnehmenden.
Förderung erfolgt mit vollen Festbeträgen und nach Sonderregeln.

Informationen zur Förderung und Antragstellung

Projekte dieser Art erfordern eine besondere Vor- und Nachbereitung der Jugendlichen und Betreuungskräften sowie oft eine Unterstützung durch die Pädagoginnen und Pädagogen der Gedenk­stätten oder von anderen Bildungseinrichtungen vor Ort. Aufgrund dieser Anforderungen möchte das DPJW mit seinem Förderprogramm diese Projekte finanziell besser unterstützen. Projekte, die den Kriterien des Förderprogramms entsprechen, erhalten die vollen Festbeträge für Pro­grammkosten, Sprachmittlung und Reisekosten ge­mäß den Richtlinien des DPJW.

Anträge können Schulen sowie Jugendgruppen und -einrichtungen stellen. Für Projekte, die 2020 stattfinden, ist die Antragsfrist der 29. Februar 2020.

Detaillierte Informationen, Kriterien des Förderprogramms und Hinweise zur Antragstellung finden sich auf der Webseite des DPJW.

Kontakt
Piotr Kwiatkowski
Förderreferat schulischer Austausch (Büro Warschau)
Telefon +48(0)22 518 89 32
Fax +48(0)22 616 06 62
E-Mail piotr.kwiatkowski@pnwm.org

Dorota Bastos
Förderreferat außerschulischer Jugendaustausch (Büro Potsdam)
Telefon +49 (0)331 284 79 31
Fax +49 (0)331 297 527
E-Mail dorota.bastos@dpjw.org

Quelle: Deutsch-Polnisches Jugendwerk

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