18.04.2018 w Darmstadt, Niemcy

Geschichte und Aktualität der Solidarność-Bewegung

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Vortrag von Manfred Mack im Rahmen der Reihe »Quo Vadis, Polonia? Polen, Deutschland und Europa im Fokus«

Veranstalter: Volkshochschule Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut
Anmeldung erfolgt über www.darmstadt.de/vhs
Anmeldung auch über: Tel. 06151 / 13 27 86 oder 13 27 87 Volkshochschule Darmstadt

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Die Gewerkschaft Solidarność entstand nach landesweiten Streiks im August 1980. Es war die erste von Staat und Partei unabhängige Gewerkschaft im damaligen Ostblock. Schon nach wenigen Monaten hatte sie 10 Millionen Mitglieder. Die kommunistischen Machthaber reagierten nach 16 Monaten auf diese Herausforderung mit der Einführung des Kriegsrechts, die Solidarność wurde verboten, Tausende von Gewerkschafter und Opoositionelle wurden verhaftet und interniert. Für den friedlichen Widerstand gegen da Regime wurde der Führer der Solidarność Lech Wałęsa 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Erst 10 Jahre später war dieser Kampf erfolgreich. Nach den Gesprächen am Runden Tisch und Wahlen stellte die Solidarność mit Tadeusz Mazowiecki den ersten nichtkommunisitschen Ministerpräsidenten. Es war der Anfang vom Ende des Kommunismus, aber auch der Anfang vom Ende der Solidarność. Sie hat heute nur noch ein Bruchteil der Mitgliederzahl von früher, sie unterstützt den rechtsnationalen Kurs der gegenwärtigen Regierung, über die Rolle von Lech Wałęsa ist ein erbitterter Streit entstanden.

Manfred Mack, Studium der Geschichte, Slavistik und Sportwissenschaft in Tübingen und Krakau. Wissenschaftliche Beschäftigung mit der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen. Seit 1980 Dozent in der politischen Bildung zum Thema „Polen und deutsch-polnische Beziehungen". Seit 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, u.a. Redakteur des „Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts". Wissenschaftlicher Betreuer der Bibliothek und der Institutarchive, Schulprojekte. Übersetzer aus dem Polnischen, Vorträge zur polnischen Kultur und Geschichte, literarische Lesungen. Für sein Engagement erhielt er 2014 das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen. Als Student hat er 1980 die Entstehung der Solidarność vor Ort miterlebt.

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