Artykuł

Tomasz Szlendak (2017)

Die polnische Jugend und ihr Verhältnis zur Politik. Zwischen Abneigung und der Suche nach neuen Ideen und Ausdrucksformen

Czasopismo Polen-Analysen
Numer/tom 205
Ilość stron 2-9

ISSN: 1863-9712

Das Interesse und Engagement junger Polinnen und Polen für politische Angelegenheiten zeichnet sich gegenwärtig generell durch Abneigung aus – gegenüber dem Wahlsystem, den Politikern, bei denen unabhängig von der politischen Richtung fast ausnahmslos Negatives wahrgenommen wird, und der Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS), die zurzeit in Polen die Regierungsverantwortung hat. Die Abneigung manifestiert sich bei den einen als völlige, manchmal zielgerichtete Passivität, bei anderen, die weit von dem Profil des durchschnittlichen PiS-Wählers entfernt sind, in Form von massenhaften Straßenprotesten. Die Frage sollte daher nicht lauten, ob sich die jungen Menschen für Politik interessieren, sondern welche jungen Menschen und für welche Art von Politik. Die Einteilung in gesellschaftliche Schichten verfestigt sich in Polen auch unter Schülern und jungen Erwachsenen, was in ihren politischen Einstellungen und Praktiken deutlich wird.

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