25.11.2016 w Berlin, Niemcy

Polen – Land der Einsamkeit!? Gespräch mit Jan Sowa

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Im Jahrbuch Polen „Minderheiten" des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt erschien 2016 Jan Sowas Essay „Das einsame Lebensgefühl" (dt. von Dorothea Traupe), in dem er sich wörtlich und metaphorisch mit der „polnischen Einsamkeit" beschäftigt: Einsamkeit ohne Minderheiten als Folge des Zweiten Weltkriegs, Einsamkeit nach dem Massenexodus der letzten Jahrzehnte, Einsamkeit durch fehlendes gesellschaftliches Vertrauen, durch Modernisierung und Fortschritt. Seine teilweise provokanten Reflexionen werfen Fragen nach der polnischen Identität im 21. Jahrhundert auf und eröffnen einen selten auf Deutsch zugänglichen, frischen Blick auf aktuelle gesellschaftliche und politische Herausforderungen und innerpolnische Debatten.

Dr. Andrzej Kaluza (Deutsches Polen-Institut Darmstadt) spricht mit Jan Sowa über seine Thesen und die aktuelle politische Situation in Polen.

Jan Sowa (geb. 1976 in Krakau), Soziologe und Kulturwissenschaftler, ist gegenwärtig eine der wichtigsten linken Stimmen im polnischen Diskurs. In Artikeln, Büchern und Essays kritisiert er u.a. Interpretation und Umgang mit der polnischen Geschichte und entwirft in seinem letzten Buch Inna Rzeczpospolita jest możliwa. Widma przeszłości, wizje przyszłości (2015) ein solidarisches Gesellschaftsmodell.

Das Gespräch findet auf Polnisch und Deutsch mit Simultandolmetschung statt.

Organisation: Deutsches Polen-Institut in Darmstadt und Buchhandlung buch|bund.

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Dr. Andrzej Kaluza