11.04.2016 w Berlin, Niemcy

Klaus Zernack Colloquium: Oberschlesische Erinnerungsorte? Versuch einer Ordnung der Mythen, Symbole und Helden Oberschlesiens im 19. und 20. Jh.

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Vortragsreihe

Multilaterale Erinnerungsorte

Herausforderungen, Erwartungen und Potenziale

im Rahmen des

Klaus Zernack Colloquiums

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba

laden gemeinsam mit Prof. Dr. Igor Kąkolewski ein

zum Vortrag von


Dr. Bernard Linek (Opole), Dr. Andrzej Michalczyk (Bochum)

Oberschlesische Erinnerungsorte?

Versuch einer Ordnung der Mythen, Symbole und Helden

Oberschlesiens im 19. und 20. Jh.


Kommentar:

Prof. Dr. Ewa Chojecka (Bielsko-Biała)


Montag, den 11. April 2016, 19:00 Uhr


Bibliothek des Zentrums für Historische Forschung Berlin

der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Majakowskiring 47

13156 Berlin-Pankow


Auf welche Weise und mithilfe welcher Analysekategorien lässt sich die Erinnerung einer Region beschreiben, die im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte Schauplatz dramatischer Wendungen der Geschichte war? In der es nicht nur zu Grenzverschiebungen, sondern auch zu Bevölkerungsaustausch, Umwälzungen politischer Systeme und zivilisatorischen Revolutionen kam?

Solchen und ähnlichen Fragen im Hinblick auf die Kultur und Erinnerung in Oberschlesien gehen auf rund 500 Seiten 18 Autoren aus Deutschland, Polen und Tschechien im Lexikon der Mythen, Symbole und Helden Oberschlesiens im 19. und 20. Jh. nach. Es sind 110 umfassende Einträge entstanden, die sich mit Symbolen und Stereotypen, Helden und Erzählungen dieser Region sowie mit Feiertagen und Orten eines gemeinsamen Erlebens der oberschlesischen Vorstellungswelt auseinandersetzen. Die Schlagwörter wurden aus den wichtigsten aktuellen und aktiven Erinnerungskulturen in Oberschlesien ausgewählt. Sie sind mit der Volks- und Nationalkultur, der christlichen und industriellen, Arbeiter- und Populärkultur verbunden.

Dr. Bernard Linek ist Historiker und stellvertretender Direktor am Staatlichen Forschungsinstitut – Schlesisches Institut in Opole. Er ist Chefredakteur der Halbjahreszeitschrift Studia Śląskie. Seine Forschungsinteressen umfassen die Politik-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte Oberschlesiens.

Dr. Andrzej Michalczyk ist Historiker und Studienrat im Hochschuldienst für Neuere und Neueste sowie Ostmitteleuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die Mikrogeschichte sowie die Nationalismusforschung, Erinnerungskulturen, Migration und der Fußball in Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jh.

Kontakt

Anna Labentz
Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Majakowskiring 47, D-13156 Berlin