01.10. do 03.10.2015 w Wałbrzych / Waldenburg, Polska

HERAUS AUS DER VERGANGENHEIT: “UNFREIWILLIGE” ÖKUMENE ZWISCHEN DEUTSCHEN UND POLEN IN NIEDERSCHLESIEN NACH 1945 Fachtagung vom 1. bis 3. Oktober 2015 in Waldenburg/Wałbrzych. Veranstalungsort: Angelus-Silesius-Fachhochschule in Waldenburg.

  • 01.10. do 03.10.2015
  • Początek o: 11:00

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Die über tausendjährige Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschen erlebte nach 1945 eine schwere Belastungsprobe. Bereits Ende Januar 1945 waren alle östlich der Oder gelegenen schlesischen Gebiete in die Hände der Roten Armee gefallen. Die deutsche Bevölkerung floh zu Tausenden und wurde schließlich im Zuge der Beschlüsse der Potsdamer Konferenz millionenfach vertrieben. Bereits im Februar 1945 gelangten die ersten polnischen Siedler auf das deutsche Reichsgebiet.Bei den meisten Polen, die in den ersten Nachkriegswochen nach Niederschlesien kamen, handelte es sich um Menschen aus verschiedenen Regionen Polens, von denen viele entwurzelt waren und sich persönliche Bereicherung am deutschen Eigentum erhofften.

In den Landkreisen Landeshut und Waldenburg war es bis zum Juni 1948 zu neun größeren Aussiedlungswellen gekommen. Eine nahezu geschlossene Gruppe von etwa 30.000 deutschen Berg- und Textilfacharbeitern mit ihren Familien wurde aus Produktionsgründen zwangsweise im Waldenburger Bergland zurückgehalten. Anders als in Oberschlesien, wo ebenfalls viele Deutsche zurückblieben, erhielten die deutschen Waldenburger eine begrenzte kulturelle Autonomie. Dabei spielte die Aufrechterhaltung des kirchlichen Lebens eine besondere Rolle.

Etwa seit 1948 lässt sich ein Wandel zum Besseren im Verhältnis der polnischen Zuwanderer und der deutschen Restbevölkerung registrieren. Bei den Polen verminderten sich allmählich die kriegsbedingten Ressentiments, und bei der deutschen Restbevölkerung führte das jahrelange Zusammenleben mit den polnischen Neubürgern zum Abbau mancher Vorurteile.

Bei der Tagung werden polnische und deutsche Historiker sowie Zeitzeugen zu Wort kommen, die aus eigenem Erleben über die Schrecken der unmittelbaren Nachkriegszeit, aber auch über das spätere vorsichtige Aufeinanderzugehen berichten.


Nähere Informationen: Annemarie Franke, Telefon +49 3581 8791-116, afranke@schlesisches-museum.de


Kontakt

Nicola Remig Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums
HAUS SCHLESIEN