10.11.2014 w Berlin, Niemcy

Vortrag: Viktoria Silwanowitsch (Moskau): Kulturleben im besetzten Smolensk im Spiegel der nationalsozialistischen Okkupationszeitung „Novyj Put‘“ („Der neue Weg“, 1941-1943)

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Vortragsreihe

Der Zweite Weltkrieg. Ereignisse und Erinnerungen

im Rahmen des

Klaus Zernack Colloquiums
am Zentrum für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba

laden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gertrud Pickhan ein

zum Vortrag von


Viktoria Silwanowitsch (Moskau)

Kulturleben im besetzten Smolensk im Spiegel der nationalsozialistischen Okkupationszeitung „Novyj Put‘“ („Der neue Weg“, 1941-1943)

Kommentar: Prof. Dieter Pohl (Klagenfurt)

10. November 2014, 18:00 Uhr

Zentrum für Historische Forschung Berlin

der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Majakowskiring 47

13156 Berlin-Pankow

Eine Besatzungsherrschaft wird für gewöhnlich als aufgezwungenes Terrorsystem verstanden, welches die gegebene Gesellschaft abrupt verändert und jeden einzelnen Bürger tangiert. Ein lebhaftes Kulturleben der besetzten Bevölkerung ist somit schwer vorstellbar. Dennoch suchten die unterdrückten Menschen nach Freiräumen, in welchen sie sich von ihrem harten Besatzungsalltag ablenken konnten. In ihrem Vortrag widmet sich Viktoria Silwanowitsch dem Kulturleben im besetzten Smolensk und analysiert die lokale Presse im Spannungsfeld zwischen Propaganda und Kollaboration. Viele Kulturereignisse nutzte der deutsche Besatzer, um die Sympathie der Bevölkerung zu gewinnen. Die Kollaboration im Kulturbereich sollte wiederum eine gewisse politische Stabilität unter den neuen Machthabern markieren und war daher willkommen. Im Vortrag wird also die Besatzungspresse als eine Quelle zum Alltag und Kulturleben in Form einer Fallstudie am Beispiel von Smolensk untersucht. Dabei stehen unter anderem Fragen nach dem Unterhaltungs- sowie dem Propagandaaspekt von Kulturereignissen im Vordergrund.

Viktoria Silwanowitsch studierte Geschichte, Slawistik und Archäologie an der Staatlichen Universität in Jakutsk (Russland) und an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Osteuropäische Geschichte im Forschungsprojekt „Die nationalsozialistische Okkupationspresse in den besetzten Gebieten der Sowjetunion, 1941-44“ an der Universität Heidelberg. Zur Zeit arbeitet sie am Deutschen Historischen Institut in Moskau.

Kontakt

Dr. Katarzyna Woniak
Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften; Majakowskiring 47; 13156 Berlin