12.04. do 07.03.2017 w Berlin, Niemcy

CfP: Klaus Zernack Colloquium: Multilaterale Erinnerungsorte. Herausforderungen, Erwartungen und Potenziale

Link do tego wpisu: https://www.pol-int.org/pl/node/3589

Call for Papers

Multilaterale Erinnerungsorte. Herausforderungen, Erwartungen und Potenziale

im Rahmen des

Klaus Zernack Colloquiums


Das Klaus Zernack Colloquium ist eine monatlich stattfindende Vortragsreihe des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (CBH PAN). Es wird gemeinsam von Prof. Michael G. Müller (Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Robert Traba (CBH PAN) und Prof. Igor Kąkolewski (CBH PAN) geleitet. Ziel des Colloquiums ist es, HistorikerInnen und VertreterInnen benachbarter Disziplinen eine Diskussionsplattform für ihre laufenden Forschungsprojekte zu bieten.

Die Vortragsreihe von 2016/2017 widmet sich dem Konzept der Erinnerungsorte und den Möglichkeiten seiner multilateralen Erweiterung. In diesem Zusammenhang kann die neunbändige Publikationsreihe Deutsch-Polnische Erinnerungsorte – neben den zahlreichen anderen Publikationen zum Thema Erinnerungsorte – als Ausgangspunkt dienen: Ausgehend von der Zusammenführung des Ansatzes der Geschichte zweiten Grades nach Pierre Nora und der Beziehungsgeschichte nach Klaus Zernack sollen im Colloquium die Herausforderungen und Potenziale von Verflechtungsgeschichten zweier oder mehrerer Erinnerungsgemeinschaften untersucht und kritisch hinterfragt werden.

Die in den Deutsch-Polnischen Erinnerungsorten angewandte bilaterale Perspektive zur Analyse „deutscher" und „polnischer" Erinnerungskulturen möchten wir nun fortführen und weiterentwickeln, indem wir die vornehmlich „nationale" Ebene verlassen: So sollen etwa regionale, soziale, geschlechtsspezifische, wirtschaftliche, konfessionelle, minoritäre o.ä. Aspekte in der Wechselwirkung mit anderen, sich aufeinander beziehenden kollektiven Gedächtnissen im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Unser Verständnis von multilateralen Erinnerungsorten platzieren wir in einen allgemeineuropäischen Kontext, in dem nationale Rahmen überschritten werden können und sollen. Neben der Analyse konkreter Erinnerungsorte möchten wir Raum lassen für theoretische und methodologische Überlegungen, die eine effektive und innovative Herangehensweise im Umgang mit Erinnerung(en) ermöglichen.

Im Rahmen des Colloquiums soll u.a. folgenden Themenschwerpunkten und Problemen nachgegangen werden:

- Analysen multilateraler Erinnerungsorte bzw. -bezüge zwischen mehreren Kollektiven

- Differenzierung nationaler kollektiver Gedächtnisse durch andere, alternative Erinnerungsgemeinschaften

- Erkenntnispotenziale bi- und multilateraler Erinnerungsforschung und ihre methodologischen Herausforderungen

- Übertragung und Anwendung der Kategorie „paralleler" Erinnerungsorte (vgl. Deutsch-Polnische Erinnerungsorte, Bd. 3: Parallelen) auf multilaterale Erinnerungsbezüge

- Funktionen und Nachhaltigkeit von Erinnerungsorten

- vergessene (geographische wie metaphorisch verstandene) Orte als potenzielle Erinnerungsorte

- Didaktisierung von Erinnerungsorten

Bitte senden Sie Ihre Abstracts (ca. 1.500 Zeichen), einen kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf sowie Angaben zu Kontakt und Affiliation bis zum 25. Februar 2016 per Email an: anna.labentz@cbh.pan.pl (Koordination: Anna Labentz, M.A.).


Praktische Informationen:

- Die Referate werden aus den eingesandten Beiträgen auf die Ausschreibung ausgewählt.

- Die Vortragsreihe ist für den Zeitraum von April 2016 bis März 2017 vorgesehen.

- Es handelt sich um offene Treffen, die jeden zweiten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr in der Bibliothek des CBH PAN stattfinden.

- Die Vorträge (ca. 40 Minuten) werden von eingeladenen FachexpertInnen kommentiert.

- Vor der Präsentation sollte eine Zusammenfassung von 1-2 Seiten eingereicht werden.

- Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten; in begründeten Fällen ist es auch möglich, den Vortrag in englischer Sprache zu halten, wobei ein passives Verständnis des Deutschen vorausgesetzt wird.

- Eine Unterkunft wird gewährleistet; Reisekosten werden erstattet.

Kontakt

Anna Labentz
Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Majakowskiring 47, D-13156 Berlin