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Mörderische Verschwendung. Zwangsarbeit und Holocaust in Polen | Lecture

Disciplines

History Jewish studies

Topics

Antisemitism Central and Eastern Europe German-Polish relations Holocaust studies Memory studies NS occupation Second World War

Description

Mörderische Verschwendung. Zwangsarbeit und Holocaust in Polen

Dr. Frank Grelka, Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien

Unser Verständnis vom deutschen Krieg gegen Polen ist bis heute geprägt von der Täterperspektive auf eine herrschaftsrationale Verbindung zwischen Bevölkerungsökonomie einerseits und Völkermord andererseits. Zwar ist die Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten wiederholt als Geschichte des Raubs beschrieben worden, jedoch sind die konkreten Praktiken der Zwangsarbeitswirtschaft als Geschäftsmodell der Judenverfolgung der Regierung des Generalgouvernements bislang nur ansatzweise erforscht. Der Grund dafür ist nicht etwa die mangelnde Überlieferung deutscher und jüdischer Quellen, sondern die Rezeption sogenannter jüdischer Arbeit als Arbeitsform, von deren Produktivität die Besatzer abhängig gewesen wären. Der Vortrag fasst die Ergebnisse eines Forschungsansatzes zusammen, der von einer bewusst nichtökonomischen Praxis der Regierung des Generalgouvernements ausgeht. Anstatt sie einfach zu erschießen, verschwendeten die Nationalsozialisten die Arbeitskraft und die Restvermögen der polnischen Juden, indem sie diese lebensgefährliche Zwangsarbeit verrichten ließen.

Moderation: Dr. Markus Nesselrodt, Lehrstuhl für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas

Der Vortrag ist Teil des Forschungskolloquiums des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien. 

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Marek Klodnicki
Pol-Int team

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