1 Sachbearbeiter "Recherche/Forschung" mit Polnischkenntnissen

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n Sachbearbeiter:in Recherche/Forschung befristet für die Dauer von zwei Jahren am Dienstort Berlin, E 11 TVöD.

1 Sachbearbeiter:in Recherche/Forschung

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokrati-schen Republik (BStU) ist eine obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weitere Informationen über uns finden Sie hier.

In der Abteilung Kommunikation und Wissen (KW) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Referat KW 3 - Quellenkundliche Forschung / Wissenschaftliche Forschungsprojekte -, Projektbereich 03 - Wissenschaftliche Projekte -

befristet für die Dauer von zwei Jahren (bei Erfolg der Pilotstudie wird eine Verlängerung angestrebt)
am Dienstort Berlin

eine:n Sachbearbeiter:in Recherche/Forschung,

Status: Tarifbeschäftigte:r,
Wertigkeit: Entgeltgruppe 11 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Aufgabengebiet:
Es handelt sich um eine ebenso interessante wie abwechslungsreiche Aufgabe: Mitzuarbeiten ist an einer Pilot-studie eines Forschungsprojektes zur Aktenüberlieferung der Hauptverwaltung A des Ministeriums für Staatssicherheit. Das Aufgabengebiet beinhaltet insbesondere:

- Akten in deutschen und polnischen Archiven zu recherchieren, zu bestellen, zu sichten, zu kopieren oder ggf. zu fotografieren,
- inhaltliche Bewertung der Materialien,
- Koordinierung und Abstimmung der Ergebnisse recherchierter Sachverhalte mit dem Projektleiter bzw. anderen in das Projekt involvierten Mitarbeitenden,
- Zusammenfassen der Rechercheergebnisse in Datenbanken und
- Erstellen qualifizierter Bestandsverzeichnisse, Tabellen und Inventare.

Nähere Auskünfte zu den Aufgaben erteilt Ihnen der Leiter des Projektbereiches 03 im Referat KW 3, Herr Dr. Herbstritt (Georg.Herbstritt@bstu.bund.de; Tel. 030 / 2324-6787).

Anforderungen:
- Hochschulabschluss/Bachelor im Studiengang Geistes- bzw. Sozialwissenschaften, bevorzugt der Fachrichtungen Zeitgeschichte, Politikwissenschaft oder Slawistik,
- Erfahrung mit Archivrecherchen,
- ausgeprägte Kenntnisse der deutschen und polnischen Sprache,
- gute Lesekenntnisse der russischen Sprache,
- Hervorragende PC-Kenntnisse (Textverarbeitung; Arbeit mit Datenbanken; Recherche im Internet; Er-stellen von Tabellen) und
- Kenntnisse des StUG, BDSG und Urheberrechts.

Erwartet wird zudem die Bereitschaft, dienstlich mehrmals nach Polen für 1-2-wöchige Forschungsaufenthalte zu reisen und vollzeitig (mit Ausgleich) in dortigen Archiven zu recherchieren sowie Dokumente zu fotografieren und ggf. kopieren zu lassen.

Des Weiteren werden die Fähigkeit zur systematischen Arbeit, ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, Teamfähigkeit, Flexibilität sowie eine sehr gute Auffassungsgabe vorausgesetzt.

Erfahrungen mit Archivrecherchen im Stasi-Unterlagen-Archiv und im Archiv des polnischen Instituts für Nationales Gedenken (Instytut Pamięci Narodowej, IPN) sind wünschenswert.

Unser Angebot:
Wir bieten Ihnen einen verantwortungsvollen, abwechslungsreichen, sicheren und familienfreundlichen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst. Bei einer Einstellung in ein Beschäftigungsverhältnis kann Ihre bisherige Berufstätigkeit nach Maßgabe des Tarifrechts berücksichtigt werden.

Was noch für uns spricht:
- flexible Arbeitszeit von 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr - ohne Kernzeit,
- Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung,
- 30 Tage Urlaub pro Jahr,
- ergonomische Arbeitsplatzausstattung (z. B. höhenverstellbare Schreibtische),
- zentraler Arbeitsplatz in Berlin (Nähe Alexanderplatz) mit sehr guter Verkehrsanbindung und zahlreichen gastronomischen Angeboten in der näheren Umgebung,
- Jobticket.

Anmerkungen:
Aus den eingereichten Bewerbungsunterlagen müssen sich die ausbildungs-, studien- und berufsbezogenen Tätigkeiten lückenlos ergeben. Mindestens die aktuelle berufliche Tätigkeit ist durch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, Beurteilung etc. nachzuweisen. Wenn derzeit keine Tätigkeit ausgeübt wird, ist ein entsprechender Nachweis über die zuletzt ausgeübte Tätigkeit vorzulegen. Studienabschlüsse sind durch Abschlusszeugnisse, aus denen die Gesamtnote und alle weiteren prüfungsrelevanten Noten oder Leistungsbewertungen ersichtlich sind, nachzuweisen. Darüber hinaus muss aus den Bewerbungsunterlagen die persönliche Motivation für die Bewerbung um die ausgeschriebene Funktion deutlich werden. Die genannten Qualifikationserfordernisse müs-sen zum Bewerbungsschluss vorliegen und nachgewiesen sein. Unvollständige und nicht aussagefähige Be-werbungsunterlagen werden nicht berücksichtigt.

Des Weiteren ist bitte zu beachten, dass sämtliche Unterlagen in deutscher Sprache bzw. amtlich beglaubigter Übersetzung eingereicht werden müssen. Bei ausländischen Bildungsabschlüssen bitten wir um Übersendung entsprechender Nachweise über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss. Nähere Informationen dazu sind der Internetseite der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu entnehmen.

Fühlen Sie sich angesprochen?
Dann bewerben Sie sich bis zum 15.05.2021 online. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich Bewerbungen berücksichtigen können, die über die Plattform www.interamt.de eingehen. Die Ausschreibung finden Sie unter der Stellen-ID 675112.

Bitte füllen Sie den Bewerbungsbogen vollständig aus und laden Sie die Nachweise zum Ausbildungsabschluss und ggf. beruflichen Erfahrungen als PDF-Dokumente hoch.

Bewerber:innen, welche bereits in unserem Hause tätig sind, bitten wir ebenfalls um eine Bewerbung über www.interamt.de unter der o.g. Stellen-ID. Bitte reichen Sie dort neben einem aussagekräftigen Motivations-schreiben mindestens auch Ihren aktuellen Lebenslauf sowie ggf. weitere Unterlagen, welche Ihre Qualifikation für die konkrete Funktion belegen, ein. Bitte beachten Sie, dass auch der auswählende Fachbereich die eingegangen Unterlagen über die Plattform sichtet. Ein reiner Verweis auf Ihre Personalakte genügt daher nicht.

Hinweise:
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Von ihnen wird ein Mindestmaß an körperlicher Eignung / Reisefähigkeit verlangt.

Aufgrund häufiger Nachfragen möchten wir ergänzen, dass Ihr Beschäftigungs- bzw. Dienstverhältnis über die beim BStU anstehenden Strukturveränderungen hinaus fortbestehen wird und sich hierdurch interessante Mögichkeiten für die Personalentwicklung ergeben. Der BStU wird im Sommer 2021 in das Bundesarchiv überführt und bleibt dort als eigenständig sichtbarer Bereich bestehen. Die Akten des BStU werden auch nach dem Über-gang in das Bundesarchiv in Berlin und den östlichen Bundesländern verwahrt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Ihre Bewerbung wird ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens verwendet und spätestens sechs Monate nach Abschluss des Verfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

Für Rückfragen zur Bedienung von Interamt, zur Registrierung, zu Störungen, Fehlern sowie Passwortproblemen steht Ihnen die kostenfreie Rufnummer 0800 330-2204 zur Verfügung. Die Hotline erreichen Sie Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr.

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Dr. Georg Herstritt