#zostajemywdomu: Danzig virtuell

Wir beginnen mit einem Spaziergang auf der Mole von Zoppot, folgen den Spuren des Zweiten Weltkriegs in Danzig und besichtigen das Emigrationsmuseum in Gdynia. Abschließend wird es Hinweise auf kulturelle und künstlerische Online-Veranstaltungen geben!

Dominikanermarkt 2013. Foto: Mariusz Cieszewski, CC BY-ND 2.0

Dominikanermarkt 2013. Foto: Mariusz Cieszewski, CC BY-ND 2.0

Unsere Reise durch die Dreistadt beginnt mit einem virtuellen Rundgang durch Danzig. Die Bilder vom Dominikanermarkt, der jedes Jahr in der Danziger Altstadt stattfindet, vermitteln einen Hauch von sommerlicher Atmosphäre am polnischen Meer. Seit letztem Donnerstag ist auch die Mole in Zopott geschlossen, aber dank der Aufnahmen einer Webcam kann die polnische Ostsee auch vom heimischen Bildschirm aus betrachtet werden. Weitere Webcams sind neben verschiedenen Stränden auch am Yachthafen in Gdynia oder der Danziger Altstadt installiert.

Teil der Ausstellung des Museums des Zweiten Weltkriegs. Foto: Bartosz Marcinkowski/MSZ, CC BY-NC 2.0

Teil der Ausstellung des Museums des Zweiten Weltkriegs. Foto: Bartosz Marcinkowski/MSZ, CC BY-NC 2.0

Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig bietet ein äußerst umfangreiches Online-Angebot: Der virtuelle Rundgang durch das Gelände des historischen Munitionslagers auf der Westerplatte informiert über die Verteidigung der Halbinsel im Jahr 1939. Darin werden Aufnahmen aus dem gegenwärtigen Danzig gezeigt, die mit historischen Fotografien und Filmen unterlegt wurden und zusammen mit den Berichten von polnischen Verteidiger*innen ein differenziertes Bild des Kampfs um die Westerplatte zeichnen: „Bei der Umsetzung dieses innovativen Projekts sind etwa 100 originale Panoramen der Westerplatte zusammengekommen, darunter befinden sich 40 Archivfotos und über 30 Aufnahmen aus den historischen Berichten der Verteidiger*innen". Darüber hinaus hat das Museum viele Berichte von Zeitzeug*innen des Zweiten Weltkriegs online zur Verfügung gestellt. Und auf seinen Facebook-, Twitter- und Instagram-Accounts veröffentlicht das Museum tägliche Updates und neue Materialien zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

Quelle: ECS

Quelle: ECS

Auch das Nationalmuseum in Danzig hat sein Angebot in die virtuelle Sphäre verlagert. Auf den Facebook- und Instagram-Profilen des Museums gibt es Erklärungen zu Ausstellungsstücken, Aufzeichnungen von Diskussionen mit Expert*innen und kreative Spiele für Kinder. Außerdem lädt das Europäische Zentrum der Solidarność zu einem virtuellen Rundgang durch seine Ausstellung ein. Im Rahmen von #ecsonline sprechen die Mitarbeiter*innen des Zentrums über ihre Arbeit und Sammlungen. In der ersten Folge wird das Buch von Jan Skórzyński „Krótka historia Solidarności 1980–1989" („Eine kurze Geschichte der Solidarnośc 1980-1989") in der Bibliothek des Zentrums besprochen.

Wer das Emigrationsmuseum Gdynia noch nicht kennt, sollte das Museumsgebäude mithilfe seines Online-Guides besichtigen! Außerdem gibt es eine virtuelle Führung durch die Dauerausstellung des Museums. Wollt ihr wissen, warum das Museum Nummernschilder sammelt? Dann schaut euch den kurzen Beitrag auf Facebook an, in dem ein Mitarbeiter des Museums erklärt, was es mit den Nummernschildern auf sich hat. Außerdem gab es vor einigen Tagen die Online-Premiere des Stücks „7 lekcji geometrii" („7 Geometrielektionen"), das vom Emigrationsmuseum vorbereitet und von der Arbeit von Oskar Schlemmer - einem der Bauhaus-Meister - inspiriert wurde. Die Aufzeichnung kann hier eingesehen werden.

Auf der Internetseite der Opera Bałtycka in Danzig wirft die Kontrabassistin und Bibliotheksmitarbeiterin Agnieszka Olszewska einen Blick hinter die Kulissen der Oper und zeigt Ecken und Winkel des Gebäudes, die dem Publikum normalerweise verwehrt bleiben. Und wer die Arbeit von Stanisław Lem nicht kennt, dem ist die Inszenierung von „Bajki Robotów" („Robotermärchen") des Miejskiego Teatru Miniatura w Gdańsku (Stadttheater Miniatura in Danzig) zu empfehlen. Die Aufführung kann auf der Seite www.iteatr.tvp.pl angeschaut werden, dessen Ziel die Förderung des Theaters in Polen ist – durch die Aufzeichnung und Übertragung verschiedener Inszenierungen soll das Theater den Menschen nähergebracht werden.

Wenn ihr Lust habt mehr über die Entstehung Gdynias und über die städtischen Entwicklungen nach dem Ersten Weltkrieg zu lesen, laden wir euch auf unseren Reiseblog ein! Dieser ist im Rahmen einer Reise mit Studierenden entlang „der vergessenen deutsch-polnischen Grenze" entstanden, die durch den Versailler Vertrag festgelegt wurde.

Blick auf Gdynia. CC0

Blick auf Gdynia. CC0

Nächste Woche geht es in die Hauptstadt von Großpolen – Poznań. Möchten Sie interessante wissenschaftliche und kulturelle Online-Angebote mit Bezug zu Polen teilen? Schreiben Sie uns auf unserem Facebook-Profil oder senden Sie uns eine E-Mail an orgredakcja@pol-int.org.

Zusammengestellt von Luisa Klatte und Aleksandra Polkowska

Linked content


In den kommenden Tagen werden wir gezielt Online-Angebote zu Polen posten. Den Anfang machen wir mit Angeboten aus der Stadt Krakau.

more

Heute reisen wir nach Warschau und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Schaut bei Pol-Int vorbei!

more

Tag 7: Gdynia, 25.5.2018

more