Edited volume

Marketa Spiritova, Katerina Gehl, Klaus Roth (Hg.) (2020)

Eigenbilder – Fremdbilder – Identitäten. Wahrnehmungen im östlichen Europa im Wandel

Publishing house transcript
Place of publication Bielefeld
Page references 318
Language German

ISBN: 978-3-8376-4962-8

Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime dominierten im östlichen Europa positive Vorstellungen von »Europa« bzw. der EU und des »Westens«. Heute verbreiten sich in wachsendem Maße neue Feind- und Freundbilder: Es sind zunehmend negativ besetzte Bilder der Minderheiten, der Migranten, der benachbarten Nationen ebenso wie auch der EU und allgemein des »Westens«.

Der Band zielt auf diesen zentralen Aspekt der Beziehungen zwischen »Ost« und »West« in Europa ab und beleuchtet die in den europäischen Gesellschaften verbreiteten Eigen- und Fremdbilder sowie die dort (neu) formierten Identitäten der Individuen und Gesellschaften.

Polenbezug haben insbesondere folgende Beiträge dieses Sammelbandes:

Katarzyna Woniak: Deutsch-polnische Feindbilder in der Praxis. Zum gegenseitigen Umgang während der Zwangsarbeit in Berlin (S. 21-34)

Małgorzata Świder: Das Bild muslimischer Flüchtlinge in der polnischen rechtskonservativen Presse (S. 73-92)

Katharina Schuchardt: »Es gibt diesen Zwiespalt, was ist man jetzt?« oder auch: Fragen nach Zugehörigkeit. Verortungsstrategien von Minderheitenangehörigen am Beispiel Polen (S. 93-108)

Peter F. N. Hörz: »It is Jewish, it is Polish, it is European and cosmopolitan at the same time!«. »Jewishness« als politische Demonstration im Kontext des polnischen Nationalkonservativismus der Gegenwart (S. 145-164)

Julia Austermann: Homophobie und queere Interventionen in Polens visueller Kultur ab 1980 (S. 191-218)

Agnieszka Balcerzak: »(Un-)Sichtbare Andere«. Identitätspolitik und Protestkultur der LGBT-Bewegung im Nach-Wende-Polen (S. 219-248)

Uta Karrer: Angeeignete Fremde. Figuren von Juden aus der Volksrepublik Polen (S. 291-312)

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