09.01.2020 in Berlin, Germany

Felix Ackermann: Das Zellengefängniss als Museum - Barcelona, Warschau und Berlin im Vergleich (Klaus Zernack Colloquium)

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Veranstaltung der Vortragsreihe

Identitätsfabriken?
Museen & historische Bildung in Polen

im Rahmen des Klaus Zernack Colloquiums

Prof. Dr. Yvonne Kleinmann (Aleksander-Brückner-Zentrum), Prof. Dr. Michael G. Müller (Aleksander-Brückner-Zentrum) & Prof. Dr. Igor Kąkolewski (ZHF Berlin)
laden Sie herzlich ein zum Vortrag von

FELIX ACKERMANN (Warszawa)

Das Zellengefängniss als Museum - Barcelona, Warschau und Berlin im Vergleich

mit einem Kommentar von Dr. Dominik Pick (Berlin)

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 9. Januar 2020 um 19.00 Uhr s.t. in der Bibliothek des Zentrums für Historische Forschung Berlin statt.

Wie gestalten Architekten, Bürokraten und Anwohner den Prozess der Umnutzung von historischen Gefängnisgebäuden? Welche Rolle spielt der Staat bei der Musealisierung von Orten, an denen Massenverbrechen an politischen Gegnern vollzogen wurden? In einem Vergleich des La Modelo Gefängnisses in Barcelona, des Zellengefängnisses in der Lehrter Straße in Berlin Moabit sowie des Strafgefängnisses in Mokotów entwickelt der Vortrag einen nicht-normativen Zugang zu Musealisierung als städtebaulichem Prozess. Dazu wird verglichen, in welchem Rahmen und in welcher Form die zukünftige Nutzung der in der Vergangenheit durch staatliche Gewalt kontaminierten Gebäudekomplexe verhandelt wird. Anhand einer Analyse der spezifischen Form von Öffentlichkeit wird versucht, Rückschlüsse über die politische Kultur in der gegebenen städtischen Gesellschaft sowie über das Verhältnis zwischen Einwohnern, Selbstverwaltung und dem Staat zu ziehen.

Felix Ackermann studierte Kulturwissenschaften, Geschichte und Politologie an der Europa-Universität Viadrina sowie an der London School of Economics. Im Rahmen seiner Dissertation schrieb er eine Kulturgeschichte der Konstruktion von Ethnizität. Seit Februar 2016 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Warschau und schreibt im Rahmen seines neuen Forschungsprojekts eine Geschichte des Strafvollzugs im geteilten Polen-Litauen.

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Małgorzata Popiołek-Roßkamp