Stipendien "Polnische, deutsch-polnische und polnisch-ostmitteleuropäische Geschichte" (DHI Warschau)

Das Deutsche Historische Institut in Warschau vergibt im Rahmen seiner Aufgaben und nach Maßgabe der ihm zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel Stipendien zur Unterstützung solcher Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der polnischen, deutsch-polnischen und polnisch-ostmitteleuropäischen Geschichte, die einen Aufenthalt in Polen erfordern. Die Stipendien richten sich in erster Linie an Nachwuchswissenschaftler/-innen. Sie werden je nach Forschungsvorhaben für einen oder mehrere Monate gewährt. In der Regel werden Aufenthalte für das Entstehen von Qualifizierungsarbeiten gefördert.

Die Vergabe der Stipendien erfolgt nach Exzellenzkriterien. Ein zusätzliches Auswahlkriterium ist das Maß, in dem sich die zu fördernden Forschungsvorhaben thematisch mit den aktuellen Forschungsbereichen des Deutschen Historischen Instituts in Warschau berühren. Für eine Unterstützung kommen nur solche Forschungsvorhaben in Frage, für die bereits eine angemessene Vorarbeit geleistet worden ist.
Die Stipendien sind für die durch den Forschungsaufenthalt in Polen entstehenden Mehraufwendungen des Empfängers bestimmt. Soweit Stipendiaten/-innen über ein Einkommen verfügen oder ein anderes Stipendium beziehen, liegen daraus erwachsende Verpflichtungen (z.B. Anzeigepflicht gegenüber Arbeit- oder Stipendiengeber, Versteuerung) ausschließlich in der Verantwortung der Stipendienempfänger/-innen. Ein Anspruch auf Gewährung eines Stipendiums durch das Deutsche Historische Institut in Warschau besteht nicht.
Anträge auf Gewährung eines Stipendiums sind bis zum 30. September 2019 für ein Stipendium ab dem folgenden März an das Deutsche Historischen Instituts in Warschau zu richten. Der Antrag soll aus folgenden Elementen bestehen:
- Anschreiben mit Angaben zum gewünschten Stipendienzeitraum
- Lebenslauf
- Liste der Veröffentlichungen
- Projektbeschreibung (Themenstellung, Leitfragen, methodischer Ansatz, aktueller Stand der Arbeit, Arbeitsprogramm, konkrete Arbeitsplanung für den Stipendienzeitraum, Quellen- und Literaturlage)
- Angaben zu früheren/aktuellen Förderungen des Forschungsvorhabens von dritter Seite
Doktoranden/-innen werden zusätzlich um Einreichung auch folgender Unterlagen gebeten:
- Zeugniskopien
- Stellungnahme eines Hochschullehrers
- Angaben zum Stand der polnischen Sprachkenntnisse

Anträge sind zu richten an die Vizedirektorin des Deutschen
Historischen Instituts
Prof. Dr. Ruth Leiserowitz
Deutsches Historisches Institut
Pałac Karnickich
Aleje Ujazdowskie 39
PL 00-540 Warszawa
Tel.: +48-22-5258300
Fax: +48-22-5258337
dhi(at)dhi.waw.pl

Die Höhe der Stipendien wird vom Deutschen Historischen Institut Warschau nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der Lebensverhältnisse in Polen sowie der von deutschen Fördereinrichtungen angewandten Stipendiensätze festgesetzt. Sie beträgt für Doktoranden gegenwärtig 1100,- €, für Post-Doc-Stipendien 1600,- €. In begründeten Fällen können die Kinderbetreuungskosten für die Zeit des Stipendienaufenthalts anteilig oder vollständig übernommen werden.
Stipendiaten/-innen des Deutschen Historischen Instituts in Warschau sind eingeladen, an den Besprechungen der jeweiligen Forschungsbereiche und den Veranstaltungen (Vorträgen, Kolloquien, Tagungen) des Instituts teilzunehmen und sich mit ihren Forschungsinteressen und –arbeiten in die am Institut geführten Diskussionen einzubringen. Sie sind eingeladen dem Institut (dem Direktor bzw. einem verantwortlichen Mitarbeiter des zugeordneten Forschungsbereiches) regelmäßig über den Fortgang ihrer Forschungsarbeit zu berichten und sollten spätestens zwei Monate nach Ablauf der Stipendiatenzeit einen eingehenden Abschlussbericht über ihren Stipendienaufenthalt einreichen. Von Publikationen, die aus dem geförderten Forschungsvorhaben erwachsen, erbittet sich das Deutsche Historische Institut in Warschau jeweils ein Belegexemplar für seine Bibliothek.

Der Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau kann die Bewilligung des Stipendiums mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, wenn Gründe erkennbar werden, die eine erfolgreiche Beendigung der Arbeit ausgeschlossen erscheinen lassen. Er kann dies rückwirkend tun, wenn das Stipendium durch unvollständige oder unrichtige Angaben erreicht worden ist oder/und das Stipendium nicht für den vorgesehenen Zweck verwendet wurde sowie Verpflichtungen (s. vorherigen Absatz) nicht eingehalten wurden.
Stand: 7/2019

Contact

Ruth Leiserowitz
Deutsches Historisches Institut Warschau, Al. Ujazdowskie 39; 00-540 Warszawa