24.01.2019 in Mainz, Germany

„Kinder für den Führer“ Gespräch mit einer Zeitzeugin und Überlebenden eines Lebensborn-Heimes

  • 24.01.2019
  • starting at: 18:15
  • Event language: German
  • Mainzer Polonicum, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Bistum Mainz
  • Event location: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 MZ, Hörsaal N 3 (Muschel)
  • Type of Event: Presentation, discussion, lecture
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Link to this post: https://www.pol-int.org/en/node/7407

Alodia Witaszek-Napierała wurde am 03. Januar 1938 in Poznań (dt. Posen) geboren. Am 10. September 1939 besetzte die deutsche Wehrmacht Poznań. Die polnische Bevölkerung wurde systematischem Terror ausgesetzt, wurde vertrieben oder in Konzentrationslager deportiert.

Alodias Vater, ein angesehener Arzt und Wissenschaftler an der Posener Universität, wurde als Angehöriger der Widerstandsbewegung im Januar 1943 verhaftet, zum Tod verurteilt und hingerichtet. Wenige Tage danach wurde die Mutter zu Hause abgeholt und nach Ausschwitz deportiert.

Die fünf Jahre alte Alodia wurde zusammen mit ihrer kleinen Schwester in das berüchtigte „Jugendverwahrlager Litzmannstadt" im heutigen Łódź gebracht. Da die Kinder den rassistischen Idealen der Nazis entsprachen, wurden sie zur "Germanisierung" ausgewählt und zur Umerziehung in verschiedenen Kinderheimen untergebracht.

Im April 1944 wurde Alodia unter ihrem neuen Namen Alice Wittke als vermeintliches Waisenkind aus Deutschland von einem kinderlosen deutschen Ehepaar adoptiert.

1947 kehrte Alodia nach Polen zurück. Es begann die schwierige Zeit des Wieder-Erlernens der Muttersprache und der Rückkehr in eine fast vergessene Familie.

(Text: Maximilian-Kolbe-Werk)


Veranstalter: Mainzer Polonicum/Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk Freiburg und dem Bistum Mainz.

Info und Anmeldung: Mainzer Polonicum, Dr. Katarzyna Kostrzewska-Adam, kkostrze@uni-mainz.de, 01777909888

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Dr. Katarzyna Kostrzewska-Adam