22.11.2018 in Berlin, Germany

'68 NOW: Polnische Perspektiven auf 1968: Märzunruhen und Antisemitismus

Link to this post: https://www.pol-int.org/en/node/7288

Podiumsdiskussion: Polnische Perspektiven auf 1968: Märzunruhen und Antisemitismus

Ort: Jüdisches Museum Berlin / W. M. Blumenthal Akademie, Saal, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin

Zeit: 19.00 Uhr

Es diskutieren u.a.:

Lidia Drozdzynski, Autorin und Regisseurin (u.a. Dokumentarfilm "Unsere Vertreibung 1968", 2008)

Dr. David Kowalski, Historiker (Berlin)

Prof. Dariusz Stola, Direktor des Polin Museum der Geschichte der polnischen Juden (Warschau)

Michał Zadara, Theaterregisseur (Warschau)

Moderation: Katarzyna Wielga-Skolimowska (München)


Die sogenannten Märzunruhen in Polen des Jahres 1968 vereinten verschiedene Aspekte des Jahres 1968 miteinander: Ähnlich wie in Frankreich, der BRD und später auch in der Tschechoslowakei entwickelte sich ein studentisch-gesellschaftlicher Protest gegen staatliche Autoritäten und eine starre Ordnung. Die bestreikte Universität war auch hier ein zentraler Ort. Besonders ist der polnische Fall dadurch, dass die öffentlich gegen Zensurmaßnahmen („Wir wollen Kultur ohne Zensur!") und die Absetzung einer Theaterinszenierung ("Totenfeier", Regie: "Kazimierz Dejmek") demonstrierenden Student*innen sich einer antisemitisch geprägten Kampagne gegenübersahen, die in der Folge große Teile der polnischen Gesellschaft erfasste und mehrere Tausend polnische Juden ins Exil zwang.

Auf Facebook ist die Veranstaltung hier zu finden:

https://www.facebook.com/events/542976096166949/

Um eine Anmeldung wird gebeten:
https://www.jmberlin.de/diskussion-polnische-perspektiven#infobox

Contact

Stefan Henkel