23.02.2017 in Wien, Austria

Polnische Ingenieure in Chile: Ignacy Domeyko

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Ignacy Domeyko war Bergbauingenieur, Geologe, Mineraloge, Anthropologe, Ethnograph, Chile-Forscher sowie einer der Organisatoren der Universität Chile und des chilenischen Schulwesens. Während seines Studiums in Wilno war er Mitglied der patriotischen Organisationen der Filomaten und Filareten. In Polen verbindet man ihn eher mit der Romantik, in Chile hingegen erinnert man sich aufgrund seiner Verdienste eher als einen Mann der Tat voll Unternehmergeist.

Domeyko wurde am 31. (oder am 3.) Juli 1802 in Niedźwiadka an der Usza im damaligen Bezirk Nowogródek in einer Familie mit einer langen patriotischen Tradition geboren. Nach der Niederlage des Novemberaufstands emigrierte er nach Frankreich und unterzeichnete nach dem Studienabschluss einen mehrjährigen Vertrag, aufgrund dessen er nach Chile übersiedelte. Der Vertrag wurde verlängert, Domeykos Wirken in Chile wurde zu seiner Lebensaufgabe und führte zu seinen in der ganzen Welt anerkannten Erfolgen.

Der Referent Krzysztof Dąbrowski ist Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik (Studienabschluss an der TU in Warschau) und lebt seit 1974 in Österreich. Bis zu seiner Pensionierung war er beruflich als Programmierer tätig. Seine Interessen gelten dem Amateurfunk, der Funktechnik und der Geschichte der polnischen Technik. Er ist Autor mehrerer Publikationen für Funkamateure sowie Mitglied des Vereins Polnischer Ingenieure in Österreich und des Österreichischen Versuchssender-Verbandes. An der Polnischen Akademie der Wissenschaften – Wissenschaftliches Zentrum in Wien hielt er bereits zahlreiche Vorträge über Technikgeschichte und Biographien polnischer Wissenschaftler, Techniker und Erfinder, die im Jahrbuch des Zentrums nachgelesen werden können.

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