Drei Stellen im Projekt "Konfliktregionen im östlichen Europa" am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

Stellenausschreibungen (Bewerbungsfrist 10. November 2016)
Am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung sind drei
Stellen zu besetzen:

Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter im Teilprojekt
*Konkurrierende Konzepte von Governance: Danzig und der Völkerbund
zwischen lokalem und transnationalem Konfliktmanagement, 1918-1939*
(Leitung PD Dr. Christian Lotz)
Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter im Teilprojekt
*Loyalitäts- und Minderheitenkonflikte im Baltikum von der
Jahrhundertwende bis 1940* (Leitung Dr. Heidi Hein-Kircher)
Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter im Teilprojekt
*Geschichtspolitik, Identitätsökonomien und Integrationskonzepte als
konstituierende Faktoren des russisch-ukrainischen Krisenraums,
1945-2015* (Leitung Dr. Veronika Wendland)

Die drei Teilprojekte gehören zum LOEWE-Schwerpunkt(1)
*Konfliktregionen im östlichen Europa*, den das Herder-Institut
zusammen mit der Justus-Liebig-Universität Gießen ausrichtet. Die
Stellen sind ab 1. Januar 2017 befristet bis zum 31. Dezember 2020 im
Umfang von 65 % einer Vollbeschäftigung zu besetzen. Bei Vorliegen
der
tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe
13 Tarifvertrag Hessen (TV-H).

Einzelheiten zum Teilprojekt Danzig
Aufgaben: Sie erforschen im Rahmen des Projekts ökologische
Herausforderungen, vor denen sich die Freie Stadt Danzig zwischen 1918
und 1939 gestellt sah. Dazu gehören bspw. Hochwasserschutz am
Unterlauf der Weichsel, Küstenschutz, Management städtischer Hygiene
u.a.m. Ein Schwerpunkt der Forschungen liegt darauf, welche Konflikte
und welche Kooperationen zwischen Danzig, Polen, Deutschland und dem
Völkerbund bei diesen Herausforderungen hervortraten. Die
Möglichkeit
zur Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen ist neben der
Arbeit am Projekt gegeben; die Abfassung einer Dissertation im Rahmen
des Projektthemas ist ausdrücklich erwünscht.
Voraussetzungen: Sie verfügen über ein abgeschlossenes
wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Geschichte bzw. in einer
verwandten Disziplin. Ihnen sind Grundfragen und methodische
Herausforderungen der Umweltgeschichte vertraut. Sie verfügen über
gute Kenntnisse in Deutsch und Englisch sowie über Lesefähigkeiten
in
Polnisch und Französisch. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit im
LOEWE-Schwerpunkt erwarten wir Teamfähigkeit und Aufgeschlossenheit
gegenüber interdisziplinären Fragestellungen.
Rückfragen zu dieser Stellenausschreibung richten Sie bitte an:
christian.lotz@herder-institut.de

Einzelheiten zum Teilprojekt Baltikum
Aufgaben: Sie erforschen im Rahmen des Projekts exemplarisch und
vergleichend Loyalitäts- und Minderheitenkonflikte in zwei Städten
des
heutigen Lettlands, d.h. in den Regionen Lettgallen und Kurland.
Hierbei sollen auch die Rückwirkungen der lokalen Konfliktlagen auf
die höheren Ebenen des Staates untersucht werden. Die Möglichkeit
zur
Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen oder im
Co-tutelle-Verfahren ist neben der Arbeit am Projekt gegeben, da die
Abfassung einer Dissertation im Rahmen des Projektthemas ausdrücklich
erwünscht ist. Daneben werden die Abfassung einiger
wissenschaftlicher
Aufsätze und die aktive Teilnahme an den konzeptionellen Diskussionen
des Gesamtprojektes erwartet.
Voraussetzungen: Sie verfügen über ein abgeschlossenes
wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Geschichte bzw. in einer
verwandten Disziplin. Ihnen sind Grundfragen und methodische
Herausforderungen der Stadtgeschichte vertraut. Sie können Quellen in
Lettisch, Russisch und Deutsch lesen und verfügen über gute
Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch, das heißt, dass der/die
Mitarbeiter/in den deutschsprachigen konzeptionellen Diskussionen
folgen können muss, aber selbst Englisch reden kann. Erwartet werden
ein Interesse an der Stadtgeschichte und an den grundlegenden
Fragestellungen des Gesamtprojektes sowie die Bereitschaft zu
längeren
Rechercheaufenthalten in Lettland. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit
im LOEWE-Schwerpunkt erwarten wir Teamfähigkeit und
Aufgeschlossenheit
gegenüber interdisziplinären Fragestellungen.
Rückfragen zu dieser Ausschreibung richten Sie bitte an:
heidi.hein-kircher@herder-institut.de

Einzelheiten zum Teilprojekt Ukraine/Russland
Aufgaben: Sie erforschen im Rahmen des Projekts die Bedeutung von
Geschichtskontroversen im ukrainisch-russischen Verhältnis von 1945
bis heute. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung von
Identitätskonstrukten im Zusammenspiel mit unterschiedlichen
Integrationsideen nationaler, imperialer, europäischer oder
eurasischer Prägung. Sie erarbeiten aus dem Quellenmaterial einen
Korpus historisch-politischer Schlüsselbegriffe der
ukrainisch-russischen Verflechtungsgeschichte. Die Möglichkeit zur
Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen ist neben der
Arbeit
am Projekt gegeben; die Abfassung einer Dissertation im Rahmen des
Projektthemas ist ausdrücklich erwünscht.
Voraussetzungen: Sie verfügen über ein abgeschlossenes
wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Geschichte bzw. in einer
verwandten Disziplin. Ihnen sind Grundfragen und methodische
Herausforderungen der Diskurs- und Begriffsgeschichte vertraut. Sie
haben Interesse an der Zeitgeschichte Osteuropas, insbesondere der
Ukraine, sowie an historischen wie aktuellen Debatten um
Geschichtspolitik in Europa. Sie arbeiten gerne mit vergleichenden
Ansätzen und zu Fragestellungen der transnationalen Geschichte. Sie
verfügen über sehr gute Kenntnisse in Deutsch, Englisch, Ukrainisch
und Russisch. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit im LOEWE-Schwerpunkt
erwarten wir Teamfähigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber
interdisziplinären Fragestellungen.
Rückfragen zu dieser Stellenausschreibung richten Sie bitte an:
veronika.wendland@herder-institut.de

Das Herder-Institut und die Justus-Liebig-Universität verfolgen das
Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Deshalb
bitten wir qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu
bewerben. Bewerbungen Schwerbehinderter werden " bei gleicher
Eignung
" bevorzugt. Das Herder-Institut und die Justus-Liebig-Universität
verstehen sich als familiengerechte Einrichtungen. Bewerberinnen und
Bewerber mit Kindern sind willkommen.
Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe des entsprechenden
Stichworts *Danzig*, *Ukraine/Russland* oder *Baltikum* in deutscher
oder englischer Sprache bis zum 10. November 2016 an
gisela.geier@herder-institut.de. Ihre Bewerbung sollte folgende
Dokumente enthalten: Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien
sowie die Zusammenfassung Ihrer Masterarbeit (oder wahlweise ein
anderer kurzer Text, der Ihre wissenschaftliche Qualifikation
verdeutlicht). Wir bitten, Bewerbungen nur per E-Mail in einem PDF
einzusenden.

(1) LOEWE: Landes-Offensive zur Entwicklung
Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz des Hessischen Ministeriums
für Wissenschaft und Kunst

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Gisela Geier