Journal article

Małgorzata Druciarek (2016)

»Familie 500 plus« – für Frauen ein Minus. Die Familienpolitik der Regierung und ihre möglichen Folgen aus der Perspektive der Geschlechtergleichheit

Journal Polen-Analysen
Number/Volume Nr. 186/2016

ISSN: 1863-9712

Seit dem 1. April 2016 können Eltern und Erziehungsberechtigte für ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr eine finanzielle Unterstützung vom Staat in Anspruch nehmen. Unabhängig vom Einkommen kann eine Familie mit minderjährigen Kindern jeweils 500 Zloty (ca. 116 Euro) monatlich für das zweite und die weiteren Kinder erhalten. Dieses Förderprogramm »Familie 500 plus« ist die Einlösung des wichtigsten Wahlversprechens der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS). Zwar sind mittel- und langfristige Folgen des Programms für Frauen, die Geburtenrate, den Arbeitsmarkt oder die Gesamtwirtschaft in Polen noch nicht absehbar. Allerdings lassen sich, ausgehend von der Konzeption des Programms und den familienpolitischen Erfahrungen anderer Länder, bereits mögliche Folgen einschätzen. Ein besonderer Fokus wird in dieser Analyse auf die potentiellen Auswirkungen des Förderprogramms auf die Situation der Frauen in Polen gelegt.

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