09.05.2016 in Frankfurt/Oder, Germany

Wie viel und welche Energie braucht Europa? Von Paris nach Brandenburg

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Die Europäische Kommission legte kürzlich einen Vorschlag zur Reformierung der sog. Emissionshandels-Richtlinie (sog. ETS-Richtlinie)vor. Ziel der Richtlinie ist es, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 40 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu mindern. Der Vorschlagsieht vor, Innovationen und die Nutzung von Technologien mit niedrigem CO2-Ausstoß zu fördern und somit dazu beizutragen, neue Beschäftigungs- und Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen. Die Reform soll 2018 in Kraft treten. Die Richtlinie sieht vor, dass Unternehmen für jede Tonne ausgestoßenes CO2 ein Zertifikat erwerben müssen. Pro Jahr gibt es nur eine begrenzte Menge an neuen Zertifikaten. Die Anzahl wird jährlich verringert. Ein Teil der Zertifikate wird versteigert, die restlichen werden gratis nach bestimmten Prinzipien vergeben.
Im Zusammenhang damit sind die Ergebnisse der UN Klimakonferenz in Paris (COP 21) im letzten Herbst zu diskutieren. Auf der Versammlung wurde ein Klima-Abkommen beschlossen, das das im Jahr 2020 auslaufende Kyoto-Protokoll ablösen soll. Das neue Abkommen sieht u.a. eine Begrenzung der Erderwärmung um 2° C, wenigstens aber um 1,5° C, vor. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen zwischen 2045 und 2060 die CO2-Ausstöße auf null gesenkt werden.
Brandenburg ist nach Nordrhein-Westfalen Deutschlands bedeutendstes Braunkohlerevier. 16.000 Menschen sind in der brandenburgischen Braunkohleindustrie beschäftigt. Mehr als die Hälfte des Stroms wird an Kunden außerhalb von Brandenburg verkauft. Welche Auswirkungen wird die europäische und internationale Klimapolitik auf Brandenburg haben?
Die Europa-Union in Frankfurt (Oder), der Landesverband der Europa-Union Brandenburg und die Junge Europäische Bewegung Berlin-Brandenburg freuen sich darauf, mit Ihnen das Thema näher zu beleuchten.