31.05. until 05.06.2015 in Frankfurt (Oder), Germany

Postsozialistische Transformation und die Neuordnung Europas: Langzeitfolgen des Systemwechsels von 1989-91

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GRADUIERTENSOMMERSCHULE

Postsozialistische Transformation und die Neuordnung Europas: Langzeitfolgen des Systemwechsels von 1989-91

Programm

Aus dem Zusammenbruch des Staatssozialismus 1989-91 als gesellschaftlicher Ordnung und als Imperium ergab sich eine doppelte Zukunftsaufgabe: die Gestaltung neuer Ordnungen in Osteuropa und dessen geopolitische Neuordnung. Ende der 1990er Jahre war deutlich, dass sich die postsozialistischen Länder in unterschiedliche Richtungen entwickelten. Liberalen Demokratien standen autoritäre und hybride Regime gegenüber. Dabei herrschte weitgehend Einigkeit, dass die Aussicht auf EU-Mitgliedschaft Bevölkerung und Eliten starke Anreize bieten würde, die Entwicklung liberaldemokratischer und rechtsstaatlicher Systeme voranzutreiben. Inzwischen bieten einige neue EU-Länder Anlass, die ursprünglichen Annahmen zu hinterfragen. Die Sommerschule soll u.a. Ansätze demokratischer Konsolidierung rückblickend darauf hin diskutieren, inwiefern sie den Funktionsvoraussetzungen von Demokratie gerecht wurden. Auch ist zu fragen, inwieweit Enttäuschung von der neu erworbenen Demokratie durch den technokratischen Modus der EU-Osterweiterung gefördert wurde. Mit der EU-Osterweiterung konnte die in Osteuropa entstandene Unsicherheit vorübergehend reduziert und auf die Länder beschränkt werden, die zwischen Russland und der EU liegen. Im Ukraine-Konflikt wird jedoch deutlich, dass die Neuordnung Europas nicht abgeschlossen und die EU-Politik der Östlichen Partnerschaft partiell gescheitert ist. In der Ukraine wird das Zusammenwirken von internen und externen Folgen des Systemumbruchs stärker sichtbar als in anderen Ländern. Sie bietet daher ein besonders geeignetes Bespiel, diese Prozesse zu thematisieren.

Wer kann teilnehmen?

Das Veranstaltungsangebot der Sommerschule richtet sich vorrangig an Doktorand/inn/en aus den Sozial-, Geschichts-, Kultur- und Geisteswissenschaften sowie fortgeschrittene Studierende im Masterstudium mit dem Vorhaben einer Abschlussarbeit zu einem Thema des o.g. Problemkomplexes. Stipendiat/inn/en der Bundesstiftung Aufarbeitung werden bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen aus dem Ausland sind ausdrücklich willkommen. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind erforderlich, da alle Veranstaltungen auf Deutsch angeboten werden. Diskussionsbeiträge und Präsentationen in englischer Sprache sind zugelassen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen der Sommerschule ist obligatorisch.

Lehrangebot und Anforderungen

Das Lehrprogramm umfasst Vorlesungen und Seminare. Alle Teilnehmer/inn/en sind aufgefordert, bis zum 15. Mai 2015 ein Exposé Ihres Graduierungsvorhabens bzw. ein Arbeitspapier zu einem für die Sommerschule relevanten Thema (ca. 10 S. in deutscher oder englischer Sprache) einzureichen und dieses im Rahmen eines Seminars zur Diskussion zu stellen (Redezeit ca. 25 Minuten). Die Lehrveranstaltungen finden in der Europa-Universität Viadrina statt. Im Rahmenprogramm ist insbesondere eine öffentliche Podiumsdiskussion zu Wandlungsprozessen in der deutsch-polnischen Grenzregion seit der deutschen Vereinigung geplant

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühr beträgt 70,- EUR. Sie schließt die Kostenübernahme für die Unterkunft in einem Quartier des Studentenwerks Frankfurt (Oder) bzw. im Wohnkomplex des Collegium Polonicum Słubice bis zu 30 EUR pro Nacht durch den Veranstalter sowie ein Abschlussessen ein. Die Bankverbindung wird Ihnen mit der Bestätigung Ihrer Bewerbung mitgeteilt. Weitere organisatorische Hinweise finden Sie ab 1. April 2015 auf: http://www.euv-frankfurt-o.de/de/forschung/institu...

Contact

Dr. Jan Wielgohs
Europa-Universität Viadrina Frankfurter Institut für Transformationsstudien PF 1786 D-15207 Frankfurt (Oder)