01.08. until 07.08.2020 in Oerlinghausen, Germany

change by design oder by disaster — das (soziale) Leben nach der Pandemie. interkultureller design thinking Workshop

Link to this post: https://www.pol-int.org/en/node/8659

über das Projekt

#gamechanger – so kann man aus verschiedenen Gründenüber die Epidemie-Situation der heutigen Welt behaupten: Veränderung der Kräfteverhältnisse und des sozialen Verhaltens, Relationen und Interaktionen; und das auf Grund jener Konflikte,in denen der Mensch nicht direkt gegen Menschen handelt.

Man kann nicht übersehen: wir leben in einer unvorhersehbaren VUCA- Welt, in der sich die strategische Planung an ihrer Funktion in der sozialen Wirklichkeit verliert. Auf der anderen Seite kommt noch das Argument dazu - neben allen diskutierten gesellschaftlichen Krisen - dass ein Wechsel unbedingt nötig ist für eine funktionsfähige Gesellschaft.

Viele denken darüber nach,wie kann man eine soziale Transformation auf dem Weg zum Gleichgewicht der Welt animieren und moderieren. Wir nehmen auch an der Diskussion teil und sind der Meinungl, dass ein Wandel entweder durch eine Gestaltung oder durch eine Katastrophe nur möglich ist.

Im Rahmen unseres Workshops wollen wir nachgehen, wo wir uns -als Zivilisation (unterschiedlich definiert) - befinden und wohin wir gehen. Uns interessiert eine Reflexion und Projektion dessen, wie wirin der Welt nach der Pandemie leben wollen und können.

Ein interessanterAusgangspunkt der Interpretation scheint die Proxemik zu sein, die die Rahmen für das angemessene soziale Handeln definiert. Wir fragen, ist das Raum-Distanz-Konzept vonEduard Hall in der neuen Wirklichkeit noch aktuell? Oder müssen wir unsere intime, persönliche, soziale und öffentliche Distanz neu definieren für das Leben in der post-pandemischenWirklichkeit. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir die Frage überlegen müssen, wie wird der neueGesellschaftsvertrag lauten, was schon die Fachliteraturzum Paradigmenwechsel im Design hinterfragt (z.B. T. Brown 2012, E. Manzini 2015, D. Norman 1988, V. Papanek 1971, J. Thackara 2015).

Wir haben drei Möglichkeiten: (1) ein passiver Beobachter des Wandels zu sein— mit der Konsequenz der Unvorhersehbarkeit; (2) sich einzusetzen, um alles so herzustellen, wie es bis jetzt war; oder (3)ist es vielleicht der Moment, in dem wir die aktuelle Situation als ein Prädiktor fürAnimation und Motivation des change by design (not disaster) nutzen können und müssen.

Methode

Wir werden Schritt für Schritt die design thinking Methode durchgehen. Wir werden in kleinen, interdisziplinären und interkulturellen Gruppen arbeiten und sie mit Wissen aus dem Bereich der Gruppendynamik unterstützen. Um die Phantasie und Kreativität unserer Teilnehmer optimal zu erwecken, werden wir uns auf ein konkretes Problem fokussieren. Wir arbeiten mit den Methoden und Techniken des kreativen Denkens, um die für uns sichtbaren Probleme der sozialen Wirklichkeit nach der Pandemie nutzerfreundlich zu lösen. Wir suchen nach möglichen Wegen, die sozialen Räume, die wir alle unter den neuen Bedingen nutzen werden, neu zu organisieren. Wir arbeiten orientiert auf die praktische Anwendung von Prototypen hin.

Teilnahme

Es sind herzlich eingeladen: interessierte StudentInnen unterschiedlicher Fachrichtungen aus Deutschland, Norwegen und Polen,die unter 26 Jahren alt, neugierig auf die Kommunikationsgestaltung und auf der Suche nach change by design und motiviert an Workshop-Arbeit in einem interkulturellen und interdisziplinären Team sind. Wir arbeiten mehrsprachig,

Anmeldung

bis zum 23.07.2020 mit diesem Link: https://forms.gle/Xbf9NDhrW7igjYLP8

Kosten

70 Euro (Unterkunft/Verpflegung/Materialien). Die TeilnehmerInnen aus Ausland bekommen Fahrkostenzuschuss. Der Workshop wird von dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützt

Ort

Villa Welchen, Am Lehmstich 15, Oerlinghausen (villawelschen.de)

Partner

Institut für Migrations-und Aussiedlerfragen www.st-hedwigshaus.de

Lehrstuhl für Grafik Universität SWPS — www.grafika.swps.pl

Deutsch-Polnischer Jugendwerk— www.dpjw.org

Leitungsteam

Dorota Płuchowska, PhD

intercultural communication coach, lecturer at the SWPS University, Graphic Design

Mariusz Wszołek, PhD

designer, lecturer at the SWPS University, Graphic Design

Krzysztof Moszczyński, PhD

designer, lecturer at the SWPS University, Graphic Design

Thomas Lewe, PhD

designer, lecturer at Volda University College



Contact

Maria Chojnacka