Monographie

Marta Polsakiewicz (2015)

Warschau im Ersten Weltkrieg. Deutsche Besatzungspolitik zwischen kultureller Autonomie und wirtschaftlicher Ausbeutung

Verlag Herder-Institut
Erscheinungsort Marburg
Seitenzahl(en) 249
Reihe Studien zur Ostmitteleuropaforschung
Sprache Deutsch

ISBN: 978-3-87969-402-0

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Auswirkungen des Herrschaftswechsels und der deutschen Herrschaftspraxis am Beispiel der Stadt Warschau 1914-1918 vor allem auf der Meso- und Mikroebene zu untersuchen und festzuhalten, inwiefern sie zum Wandel der Metropole beigetragen haben.

Auf der Mesoebene begreift diese Arbeit die deutsche Zivilverwaltung im Besatzungsgebiet wie auch das städtische Bürgerkomitee und den Warschauer Stadtrat, die Gewerkschaften wie auch die Träger des Bildungssystems bis hin zur jüdischen Gemeinde als Institutionen, in denen sich der Prozess des sozialen wie auch administrativen Wandels spiegelt.

Auf der Mikroebene richtet sich der Fokus auf die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen den Besatzern und der Warschauer Bevölkerung. Auf diese Weise werden die gegenseitige Wahrnehmung und der Umgang zwischen den Akteuren aufgezeigt – und damit im übertragenen Sinne die gegenseitige Wahrnehmung der Deutschen und Polen im Ersten Weltkrieg. Zu deren Repräsentanten im Ersten Weltkrieg gehören auf deutscher Seite die Angehörigen der Besatzungsverwaltung und die Soldaten, auf polnischer Seite die Warschauer Bürger und die politischen Akteure, deren Nachlässe eine persönliche Perspektive auf die Stadt während des Krieges eröffnen.

  • Warschau im Ersten Weltkrieg. Deutsche Besatzungspolitik zwischen kultureller Autonomie und wirtschaftlicher Ausbeutung

    Rezensiert von Dr. Frank Grelka