Monographie

Palle Andersen (2018)

Polen og holocaust - polsk antisemitisme

Verlag Ellekær
Erscheinungsort Slagelse
Seitenzahl(en) 163
Sprache Dänisch

ISBN: 978-87-92173-33-1

Aus der Verlagsankündigung:

So wie Anne Frank zu einem Symbol des NS-Mordes an den europäischen Juden geworden ist, so steht die Tatsache, dass es ein Landsmann war, der das Versteck der Familie Frank an die deutschen Besatzungsbehörden verriet, für jenen latenten Antisemitismus im damaligen Europa (und auch im heutigen), der den Nazis in die Hände spielte.

Jahrhundertelang hatte der größte Teil der europäischen Juden im Gebiet des einstigen polnisch-litauischen Staates gelebt, wo während des Krieges die traditionelle Judenfeindschaft in massive Angriffe auf die jüdische Bevölkerung mündete, teils verübt von Einzelpersonen, teils von uniformierten Hilfstruppen in direkter Kollaboration mit den deutschen Besatzern.
Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges gab es in Polen drei Millionen Juden, nur 300.000 von ihnen überlebten den Holocaust. Viele der Überlebenden verdankten ihre Rettung während der Besatzungsjahre der Unterstützung durch christliche Polen. Die Geschichte des Holocaust in Polen hat jedoch auch eine dunkle Seite: Juden wurden von Polen verraten und getötet - aus Motiven heraus, die von Judenfeindschaft über Habgier bis hin zu Angst vor deutschen Repressalien reichten. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Ausmaß polnischer Übergriffe auf Juden weit größer gewesen ist als bislang vermutet. Das hat den Historiker Palle Andersen veranlasst, sein Buch über "Polen und den Holocaust" zu schreiben.

(Übersetzung aus dem Dänischen: Gero Lietz)

http://www.ellekar.dk/Bog_32.html

Inhaltsverzeichnis:

http://www.ellekar.dk/Media/32/Indhold_32.pdf


  • Polen und der Holocaust – polnischer Antisemitismus

    Rezensiert von Vibeke Moe