Sammelband

Andrzej Kaluza, Jutta Wierczimok (Hg.) (2015)

Jahrbuch Polen: Umwelt

Verlag Harrassowitz
Erscheinungsort Wiesbaden
Seitenzahl(en) 220
Reihe Jahrbuch Polen
Sprache Deutsch

ISBN: 978-447-10342-8

Polen wird »grün«: Die Vorboten der neuen Entwicklung sind überall im Lande zu sehen: Windkraftparks und Solaranlagen prägen immer mehr die beschauliche polnische Landschaft und in den Städten wachsen Null-Emissionshäuser wie Pilze aus dem Boden, Hybridfahrzeuge erobern die Straßen, selbst der Müll wird neuerdings getrennt gesammelt und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt. Die umweltpolitischen Erfolge seit 1990, etwa bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes und anderer Klimagase, gehen auf die Transformation, Privatisierung und Schließung vieler »Umweltschleudern« zurück. Dieses Potenzial ist heute ausgeschöpft und Polens moderne Industrieanlagen – Grundlage des spektakulären Wirtschaftsbooms der letzten Jahre – lassen den Energiebedarf wieder steigen. Bei dem gegenwärtigen Energiemix sind so keine Einsparpotenziale mehr möglich, es sei denn, die Politik setzt sich neue Ziele und betrachtet die Förderung der erneuerbaren Energien als nicht weniger »patriotisch« als die heimische Kohle.



Das aktuelle Jahrbuch Polen 2015 geht auf die umwelt- und energiepolitischen Diskurse in unserem Nachbarland ein und lässt viele an der Diskussion beteiligten Akteure zu Wort kommen. Der Leser überzeugt sich schnell, dass sich die polnische Umwelt-Debatte keinesfalls vor den globalen Herausforderungen drückt. Im Gegenteil: Man kann in Polen zu allen dringenden Fragen differenzierte, kompetente und zugleich leidenschaftliche Stellungnahmen vorfinden. So deckt das Jahrbuch ein breites Spektrum der Stimmen ab, die sich ernsthaft mit Polens umwelt- und energiepolitischen Interessen, aber auch mit der Verantwortung des Landes im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.



Zu den Autoren des Jahrbuchs gehören u.a. Michał Olszewski, Edwin Bendyk, Witold Gadomski, Dagmar Dehmer, Friedemann Kohler, Adam Ostolski, Eva-Maria Stolberg. Im Literaturteil Texte von Anna Nasiłowska, Michał Głowiński und Michał Olszewski. Die Grafiken besorgte Ryszard Kaja.

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