Sammelband

Lars Scharnholz (Hg.) (2014)

Die Unbekannte Moderne. Von Eberswalde nach Wałbrzych.

Verlag Institut für Neue Industriekultur
Erscheinungsort Forst (Lausitz)
Seitenzahl(en) 144
Sprache Deutsch

ISBN: 978-3865723895

Die industrielle Blüte in den 1920 / 30er Jahren hat in der deutsch-polnischen Grenzregion eine Reihe bemerkenswerter Gebäude und Siedlungen der frühen Moderne hinterlassen. Sie verdienen weit mehr Aufmerksamkeit, als man ihnen bisher geschenkt hat. Schon ihre Architekten sind meist alles andere als Unbekannte. Die Namen reichen von Walter Gropius über Erich Mendelsohn bis Bernhard Sturtzkopf. Wesentliche Impulse architektonischer, städtebaulicher und sozialreformerischer Utopien lieferten Berlin und Wrocław, die in den 1920er Jahren zu bedeutenden europäischen Kulturmetropolen
aufstiegen. Dieser Band greift 14 Bauten der frühen Architekturmoderne zwischen dem brandenburgischen Eberswalde und dem niederschlesischen Wałbrzych heraus. Anhand einer stets auf Anschaulichkeit bedachten Darstellung und zahlreicher Abbildungen zeigt das Buch die Gebäude von innen und außen: Welche Ideen und Vorstellungen lagen den Entwürfen zugrunde, in welchem städtebaulichen Gefüge sind die Gebäude entstanden, inwieweit erfüllen sie die neue Forderung nach Klarheit, wie wechselvoll war ihre Geschichte? Solche Fragen beantwortet dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven, die Autoren sind Kunsthistoriker, Architekten, Archäologen, Geografen und Denkmalpfleger. Sie lassen die Gebäude zu Zeitzeugen der 1920er Jahre werden, welche die Umbrüche und das Fortschrittsdenken der Weimarer Republik eindrucksvoll dokumentieren.