Sammelband

Andreas Lawaty, Marek Zybura (Hrsg.) (2013)

Czesław Miłosz im Jahrhundert der Extreme. Ars poetica – Raumprojektionen – Abgründe – Ars translationis

Verlag fibre
Erscheinungsort Osnabrück
Seitenzahl(en) 335
Sprache Deutsch

ISBN: 978-3-938400-85-2

Im Werk von Czeslaw Milosz (1911-2004), ostmitteleuropäisch verwurzelt und universell zugleich, wird ein Jahrhundert gespiegelt und gebrochen, das voll extremer Widersprüche, Tragödien und Verbrechen war. Der Dichter und Schriftsteller, 1980 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, gehört zu den Großen des 20. Jahrhunderts - nicht weil er es vermocht hätte, diese Widersprüche mit der Zauberkraft der Poesie zu vereinen, sondern weil er intellektuell redlich und poetisch kraftvoll über sie Auskunft gegeben und dabei den eigenen Unwillen, sie aushalten zu müssen, nicht verleugnet hat.

Der vorliegende Sammelband geht auf ein Symposium des Willy Brandt Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wroclaw und des Nordost-Instituts Lüneburg anlässlich des 100. Geburtstags von Czeslaw Milosz zurück, an dem Literaturwissenschaftler und Übersetzer aus Polen und den deutschsprachigen Ländern teilgenommen haben. Im Mittelpunkt stehen poetologische, ideelle und weltanschauliche Aspekte des lyrischen und essayistischen Œuvres eines Dichters, den sowohl die Erfahrungen mit den Extremideologien des 20. Jahrhunderts als auch die philosophisch-religiösen Fragen der europäischen Heimat, der Erinnerung und der modernen Zivilisation tiefgründig beschäftigt haben.

Inhaltsverzeichnis

(Angaben des Verlags)

  • Czesław Miłosz im Jahrhundert der Extreme. Ars poetica – Raumprojektionen – Abgründe – Ars translationis

    Rezensiert von Prof. Ralf Georg Czapla