Kolloquium des Aleksander-Brückner-Zentrums und der Professur für Osteuropäische Geschichte Halle

Im Rahmen des Kolloquiums werden neuere Forschungsperspektiven zu ausgewählten Themen der osteuropäischen Geschichte zur Diskussion gestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf interdisziplinären Fragestellungen zur polnischen Geschichte im europäischen Kontext.

Das Kolloquium ist kombiniert mit einer polnischen Dokumentarfilmreihe. Gezeigt werden nach kurzer Einführung, vier neuere polnische Dokumentarfilme, die anschließend mit ExpertInnen diskutiert werden.

Die Vorträge finden (bis auf eine Ausnahme: Donnerstag, der 12.11.) mittwochs ab 18:15 Uhr am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität statt: Seminarraum 12 (Raum 2.40), Emil-Abderhalden-Str. 26–27, 06120 Halle (Saale). Die Filmvorführungen mit anschließender Diskussion dienstags oder donnerstags ab 18:00 Uhr im Puschkino, Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle (Saale)..

Programm

Dienstag, 13. Oktober (18:00 Uhr im Puschkino)
Dokumentarfilm: Powstanie Warszawskie [Warschauer Aufstand], PL 2014, OmU
Einführung/Moderation: Paulina Gulińska-Jurgiel, Diskussion: Joachim von Puttkamer (Jena)/Michael Viebig (Halle)

Mittwoch, 4. November
Rebecca Mitchell (Middlebury College): Nietzsche's Orphans: Musical Metaphysics in the Age of Russian Nationalism (1905–1917)

Mittwoch, 11. November
Agnieszka Wierzcholska (Berlin): Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Polen, 1918–1956. Mikrostudien zur Stadt Tarnów

Donnerstag, 12.11. (gemeinsam mit Kolloquium zur Neueren und Zeitgeschichte)
Stephan Stach (Warschau): Ringelblums Nachlasswalter. Das Jüdische Historische Institut in Warschau und die Wahrnehmung der Shoah (1947–1989)

Donnerstag, 26. November (18:00 Uhr im Puschkino)
Dokumentarfilm: Cicho pod prąd/Leise gegen den Strom, D 2009
Einführung/Moderation: Dorothea Warneck (Halle), Diskussion: Thomas Kycia (Berlin)/Rudolph Förster (Magdeburg)

Mittwoch, 2. Dezember
Jaśmina Korczak-Siedlecka (Leipzig): Wahrnehmungen, Deutungen und Praktiken alltäglicher Gewalt in Dörfern der Danziger Region (16./17. Jahrhundert)

Mittwoch, 9. Dezember
Katharina Schwinde (Jena): Der sowjetische Denkmalschutz am Beispiel der Solovecker Inseln 1958–1982
Donnerstag, 10. Dezember (18:00 Uhr im Puschkino)
Dokumentarfilm: Solidarność według kobiet [Solidarity According to Women], PL 2014, OmeU
Einführung & Moderation: Rainer Mende, Diskussion: Christine Gölz (Leipzig)/Iwona Dadej (Berlin)

Mittwoch, 16. Dezember
Irena Prawdzic (Szczecin): Zbrodnia Wołyńska/das Wolhynien-Massaker – Problematische Bezeichnungen für die Verbrechen ukrainischer Nationalisten im Zweiten Weltkrieg

Dienstag, 12. Januar (18:00 Uhr im Puschkino)
Dokumentarfilm: Niepamięć [Oblivion], PL 2015, OmeU
Einführung & Moderation: Yvonne Kleinmann (Halle), Diskussion: Karsten Holste (Halle)/Hanna Kozińska-Witt (Halle)

Mittwoch, 13. Januar
Sophie Straube (München): Transformation der Diaspora: Polens „Diaspora"-Frage 1989 und das amerikanische Exil- und Polonia-Milieu

Mittwoch, 20. Januar
Martin Müller-Butz (Jena): Unheimliche Heimat? Das Russische Imperium in polnischen Autobiographien des zwanzigsten Jahrhunderts

Mittwoch, 27. Januar
Björn Felder (Göttingen): „Russische" Rassenidentitäten am Beispiel der Anthropologen Richard Weinberg und Viktor Bunak 1900–1980

Kontakt

Karsten Holste
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät I, Institut für Geschichte 06099 Halle (Saale)